MAKAM-Studie: Automatisiertes Fahren – große Hoffnungen und Erwartungen der ÖsterreicherInnen, aber auch viele Ängste

Negative und positive Auswirkungen des automatisierten Fahrens. © MAKAN research GmbH
Negative und positive Auswirkungen des automatisierten Fahrens. © MAKAM Research GmbH

05.07.2017

„Automatisierte Mobilität“ – kein Thema beschäftigt Verkehrs- und MobilitätsforscherInnen in diesen Zeiten mehr als das selbstfahrende Auto. Automatisiertes Fahren ist ein stark polarisierendes Thema. Wenn künftig Computer unsere Fahrzeuge steuern, werden u.a. weniger Unfälle, weniger Staus und daraus resultierende Vorteile für die Umwelt erwartet, aber auch negative Aspekte, wie Ängste vor der Digitalisierung, Datenschutzbedenken und steigende Mobilitätskosten werden diskutiert. Doch wie denkt die Bevölkerung darüber? MAKAM Research hat in einer top aktuellen Studie 500 Österreicher und Österreicherinnen rund ums Thema automatisiertes Fahren befragt.

Teil 1 der Ergebnisse zeigt die Erwartungen der Österreicher und Österreicherinnen hinsichtlich der Auswirkungen des automatisierten FahrensDie Ergebnisse in Kürze:

  • Reduktion des Stresslevels
  • höhere Sicherheit
  • weniger Staus und besserer Verkehrsfluss
  • geringere Unfallhäufigkeit

aber:

  • höhere Kosten bedingt durch Anschaffungs- und Versicherungskosten

 

Die positivsten Auswirkungen werden in einer Reduktion des Stresslevels beim Fahren erwartet

In der Erwartungshaltung der Österreicher und Österreicherinnen werden die deutlich positivsten Auswirkungen auf das Stresslevel beim Fahren gesehen. Während nur 26% durch den automatisierten Fahrbetrieb mehr Stress für den Fahrer/die Fahrerin erwarten, gehen 2 von 3 Befragten davon aus, dass Fahren durch die neue Technik viel entspannter wird.

 

Weniger Staus und daher besserer Verkehrsfluss auf den Straßen

Die Annahme, dass technisch unterstützte bzw. autonom gesteuerte Fahrzeuge weniger Staus verursachen werden, was den gesamten Verkehrsfluss positiv beeinflusst, ist für mehr als die Hälfte der ÖsterreicherInnen zutreffend. 26% befürchten bezüglich des Verkehrsflusses eher gegenteilige Auswirkungen.

 

Große Hoffnungen und Erwartungen hinsichtlich Sicherheitsaspekten

Bezüglich der Verkehrssicherheit werden in automatisierte Fahrzeuge große Hoffnungen bzw. Erwartungen gesteckt. So gehen 56% der Österreicher und Österreicherinnen davon aus, dass die Sicherheit für die Insassen von Fahrzeugen durch die technischen Neuerungen erhöht wird, und 57% sehen dadurch auch positive Auswirkungen auf die Sicherheit anderer VerkehrsteilnehmerInnen. Jeweils knapp unter ein Drittel der Befragten zeigt sich bezüglich Verkehrssicherheit eher skeptisch und geht davon aus, dass durch das automatisierte Fahren Insassen und andere VerkehrsteilnehmerInnen eher mehr gefährdet als geschützt werden. Konkret Unfälle thematisiert, geht die Hälfte der Befragten von weniger Unfällen als bisher aus, 35% befürchten durch die Teilnahme von automatisierten Fahrzeugen am Straßenverkehr mehr Unfälle als bisher.

 

Uneinig ist die Bevölkerung hinsichtlich der Auswirkungen auf Fahrdauer, Parkplatzverfügbarkeit und erforderlicher Führerscheinprüfung

Stark polarisiert sind die Meinungen hinsichtlich der Auswirkungen von automatisiert fahrenden Fahrzeugen auf die Fahrzeiten für bestimmte Strecken, die Verfügbarkeit von Parkplätzen, sowie den Schwierigkeitsgrad der Führerscheinprüfung. Diesbezüglich erwarten sich jeweils ca. gleich viele Befragte positive wie negative Auswirkungen.

 

Angst vor Kostenexplosion

Den vielen positiven Entwicklungen, die man sich durch selbstfahrende Fahrzeuge erwartet, stehen die erwartungsweise damit einhergehenden steigenden Kosten gegenüber. So sind 9 von 10 ÖsterreicherInnen davon überzeugt, dass die Kosten für die Anschaffung eines neuen Fahrzeuges durch die neue Technik steigen werden und mehr als zwei Drittel erwarten ebenso, dass die Betriebskosten (d.h. Kosten fürs Autofahren generell) zunehmen werden. JedeR Vierte erwartet sich insgesamt im Betrieb des Fahrzeuges Einsparungen. Bezüglich der KFZ-Versicherungskosten rechnen 31% mit sinkenden Belastungen, während 6 von 10 davon ausgehen, dass die Prämien steigen werden.

 

Sample und Methodik

Die Ergebnisse resultieren aus einer repräsentativen telefonischen Befragung von 500 ÖsterreicherInnen ab 15 Jahren im CATI-Telefonstudio von MAKAM Research GmbH (Befragungszeit Juni 2017).

 

In weiteren MAKAM Research-Aussendungen werden folgende Themenbereiche des automatisierten Fahrens behandelt:

  • erwartete zeitliche Entwicklung der automatisierten Mobilität in Österreich (geplante Nutzung, Durchdringungsgrad)
  • Hersteller, die mit automatisierten Fahren am ehesten in Verbindung gebracht werden
  • erwartete Nutzungsvorteile von automatisiertem Fahren
  • vorstellbare Einsatzbereiche von automatisierter Mobilität

 

Quelle & Rückfragen

MAKAM Research GmbH
Frau Mag. Ulli Röhsner
Tel.: +43 1 877 22 52
E-Mail senden

 

MAKAM Research GmbH
Herr Christian Dominko
Tel.: +43 1 877 22 52
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